Strömungstauchen in der Elbe

Vom 07. - 09.09. wurde durch die Wasserwacht Havelberg im Bereich Hohengören
ein Strömungstauchen sowie ein Streckenschwimmen in der Elbe ausgerichtet.
Ziel: das richtige Verhalten bei Strömung bzw. fließenden Gewässern.
Dazu wurden wir vom VDST-Landesverband Sachsen-Anhalt eingeladen und erschienen
 folglich mit fast der kompletten Kameradschaft und einer ganzen Menge Enthusiasmus.

Am Freitag war in der Sache nur Anreise im Schulungsobjekt des Katastrophenschutzes in Seehausen und allgemeines Briefing angesagt, das heißt, der Ablauf der folgenden beiden Tage wurde vorgestellt, die Problematik des Strömungstauchens erläutert und auf Gefahren dabei eingegangen. Es sollte ja letztlich ein Erlebniswochenende für alle Teilnehmer werden. Nach dem allgemeinen Briefing war der Tag im Prinzip beendet, da es sehr früh losgehen sollte.

Und der Tag fing früh an. Um 6.00 Uhr raus aus den Federn und ab gings an die Elbe.
Nach dem Frühstück erfolgte um 8.30 die Verlegung im Marschband zum Elbkilometer 420.
Nach der Ankunft beobachteten wir erstaunt das dortige Geschehen, welches die Wasserwacht
dort ins Leben gerufen hatte. Das DRK hatte die materielle Sicherstellung an Land, die Wasserwacht mit mehreren Booten die im Wasser übernommen. Einige zufällig anwesende BW-Schlauchboote flitzten über die Elbe, Schubboote waren zu sehen, alles in allem war großer Bahnhof. Die Sicherheit war vollens gewährleistet.
 Nach kurzer Erkundung der Örtlichkeiten erfolgten das genaue Briefing und die Instruktionen durch den Leiter der Tauchgruppe der Wasserwacht Havelberg, Stefan Hansch.

Nach Vorbereitung der Ausrüstung erfolgte das Anlegen und die ersten Taucher machten sich auf den Weg in die Elbe. Der Ablauf war eine Leine, die in die Mitte der Elbe führte, dort an einer Boje festgemacht war und  stromaufwärts 30 m zu einer zweiten Boje weiterführte. Von da lief die Leine zurück ans Ufer. Zwischen den Bojen mußte die Strecke tauchend bewältigt werden, was bei der starken Strömung der Elbe (erstaunlich, wie das drückt) ein ziemliches Stück Arbeit war.
Für einige ein völlig ungewohntes Metier, fast keine Sicht und Strömung satt bis Anschlag.
Die Start- und Zielpunkte wurden jeweils durch Sicherungstaucher im Wasser, die durch Boote unterstützt wurden, abgesichert. Die Sicherungstaucher waren immer jeweils die grad am Ziel angekommenen bzw. nachfolgend Startenden. Simpel, aber effektiv. So war jeder
immer in der Situation des Sicherns, welches auch Bestandteil der Ausbildung war.
Nach dem Mittagessen begann der 2. Durchgang, analog zum ersten. Man konnte aber in diesem Durchgang eine Verbesserung aller Teilnehmer verzeichnen, es hatten sich also alle ihre Fehler gemerkt und arbeiteten sich diesmal kraftsparender unter Wasser stromaufwärts.
Gegen 16.00 Uhr war dann auch der 2. Durchgang fertig und nach Abbau der Leinen und Bojen
wurde im Marschband zurückverlegt ins Schulungsobjekt.
Nach einer Entspannungspause im Objekt erfolgte dann eine Auswertung des Tages sowie
der abendliche Ausklang mit Grill und Lagerfeuer. Da alle relativ geschafft waren (wir jedenfalls empfanden so), waren nur noch die Härtesten um 23.00 Uhr am Feuer anzutreffen.

TAG 1






Am nächsten Morgen, nachdem wir gefrühstückt und unsere Unterkünfte geräumt hatten, ging es wieder im Marschband Richtung Elbe. Diesmal etwas weiter Flußaufwärts, nach Hohengöhren, zum Elbkilometer 396. Dort sollte das Streckenschwimmen starten, elbabwärts bis zum km 420.
Nach der Einweisung durch Stefan Hansch, Beachten der Ufernähe, Freilassen der Fahrrinne usw, wurde sich angezogen und geschlossen als Gruppe ins Wasser gegangen.
Auch hier war wieder die Sicherstellung auf dem Wasser mit den Booten der Wasserwacht
(diesmal auch durch die zufällig vor Ort weilende Bundeswehr unterstützt) gegeben.
Nach etwa einer halben Stunde gab der erste Schwimmer auf, ob es nun an der Kondition lag, oder andere Gründe hatte, war nicht zu erfahren. Der Nächste wurde knapp eine Viertelstunde später herausgeholt. Diese waren dann für eine ganze Weile die einzigsten. Da sich das Feld begann, sehr weit auseinanderzuziehen, wurden die letzten Schwimmer per Leine an das Feld herangeschleppt. Da die Kameraden der Bundeswehr mit 3 Schlauchbooten die Seitensicherung zur Fahrrinne erledigten, übernahmen die Boote der Wasserwacht diese Aufgabe.
Begleitet und überwacht wurde die ganze Aktion durch ein Boot der Wasserschutzpolizei, das sich dem Schiffsverkehr widmete. So war die Sicherheit vollständig nach allen Seiten gegeben.
Ab und an mußte einzelnen Schwimmern mal ein Wadenkrampf entspannt werden, ansonsten hielten sich die "Verluste" in Grenzen. Von insgesamt 22 Schwimmern verließen 5 vorzeitig das Wasser. Nach rund zweieinhalb Stunden, in Hinblick auf den engen Zeitrahmen, der noch zur Verfügung stand, wurden alle Schwimmer am km 410 aufgenommen und zum km 420 gefahren, wo am selben Platz wie am Vortag das DRK wieder seine Zelte aufgebaut hatte.
Dort wärmten wir uns, recht durchgefroren, mit heißem Tee, Grog und Kaffee wieder auf. Nach dem Mittagessen gab es eine Auswertung der Aktion, insbesonders über den sehr geregelten Ablauf der beiden Tage und einen besonderen Dank an die Kameraden der Bundeswehr, ohne deren materiellen Unterstützung die Ausbildung nicht in diesem Rahmen möglich gewesen wäre, sowie das Gruppenfoto  am Stromkilometer 420.
Danach erfolgte die Heimreise aller teilnehmer, von denen wir für unseren teil sagen können:
Nächstes Jahr, beim nächsten Elbtauchen, sind wir auch wieder mit dabei!
Großen Dank an die Kameraden der Wasserwacht Havelberg, die sich bei der Ausrichtung und Organisation die größte Mühe gegeben haben
und ein tolles Wochenende auf die Beine gestellt haben.

Tag 2










 
 

Die Teilnehmer des Strömungstauchen in der Elbe



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